St. Laurentius Großkrotzenburg
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Vorstand des Pfarreirates St. Klara und Franziskus, Hanau – Großkrotzenburg gewählt

Sabine Breidenbach Sprecherin des Gremiums

Wechsel in der Administration der Pfarrei - Pfarrer Manuel Stickel ab Mitte Juli neuer Pfarradministrator

 

Bei der Konstituierenden Sitzung des neu gewählten Pfarreirates – das sind die gewählten Vertreter aus allen ehemaligen Kirchorten mit den Vertretern der muttersprachlichen Gemeinden -   Sabine Breidenbach (Großkrotzenburg) , David Granak (Innenstadt Hanau) und Patrick Meyer-Adams (Großauheim) als Vorstand gewählt. Frau Sabine Breidenbach wurde die Aufgabe der Sprecherin des Pfarreirates übertragen.

Kraft Amtes  wird  Pfarrer Manuel Stickel (Großauheim) Mitglied im Vorstand sein.

Mitte Juli übernimmt Pfarrer Manuel Stickel das Amt des Pfarradministrators für die Pfarrei St. Klara und Franziskus von Dechant Andreas Weber, der das Amt seit Gründung der Pfarrei am 1. Januar 2021 innehatte.

Sie schauen zuversichtlich und froh in die Zukunft:

 

Der neue Pfarradministrator Manuel Stickel mit den Vorstandsmitgliedern Patrick Meyer-Adams, Sabine Breidenbach (Sprecherin des Pfarreirates), David Granak und dem bisherigen Pfarradministrator Dechant Andreas Weber (von links)

 

 

 

Die Nachtschwester kommt mit einer Taschenlampe

 

 

 

 

Das St. Elizabeth Krankenhaus in Shisong, im Nordwesten Kameruns, besteht seit 1935 und gehört zu den besten Krankenhäusern des Landes. Es wird von den Tertiärschwestern des Heiligen Franziskus betrieben.

Seit fünf Jahren gibt es im englischsprachigen Nordwesten Kameruns einen bewaffneten Konflikt zwischen der Zentralregierung und Separatisten, welche einen eigenen Staat fordern. Dieser bürgerkriegsähnliche Konflikt erschwert die Arbeit im Krankenhaus in vielerlei Hinsicht. Ein großes Problem ist die Stromversorgung, weil durch die prekäre Sicherheitslage das Stromnetz in der umkämpften Region nicht gewartet wird. In der Folge gibt es nur an einigen Tagen im Monat elektrischen Strom vom Netz. Die Zeiten ohne Strom müssen durch diesel- bzw. benzinbetriebene Notstromaggregate überbrückt werden. Und das verursacht ein neues Problem: Durch die Krise kann Treibstoff nicht mehr vor Ort eingekauft, sondern nur noch aus dem 98 km entfernten Bamenda beschafft werden. Der Weg dorthin führt über sehr schlechte Straßen, auf denen man zusätzlich den Schikanen der Separatisten und des Militärs ausgesetzt ist. Hinzu kommt, dass die Energieversorgung mit Notstromaggregaten hohe Kosten verursacht. Um Treibstoff zu sparen, werden die Generatoren nur stundenweise betrieben und über Nacht abgestellt. Die Nachtschwestern machen ihren Dienst im Schein einer Taschenlampe.

Die Lösung wäre eine Solaranlage (Photovoltaik). In Kamerun scheint die Sonne ganzjährig. Selbst in der Regenzeit ist der solare Ertrag vergleichbar mit den Sommermonaten in Deutschland. Schwester Dr. Helen Anshoma, die Projektverantwortliche vor Ort, schreibt uns dazu:

„Wenn Leben auf dem Spiel stehen, sollte es keine unerwarteten Ausfälle oder andere Betriebsunterbrechungen geben. Dies ist der Grund, warum Solarenergie in dieser schwierigen Lage, angesichts des tragischen bewaffneten Konfliktes und der grausamen Ausbreitung der Corona-Pandemie, die am meisten benötigte und vertrauenswürdige Energieversorgung für unser Krankenhaus ist.“ 

Für uns Europäer ist es kaum vorstellbar, dass ein Krankenhaus ohne zuverlässigen Strom funktionieren kann und eine Situation, in der wir selbst Patient in einem Krankenhaus unter solchen Umständen wären, würde große Ängste auslösen. Aus diesem Grund ist es uns ein dringendes Anliegen, hier zur Verbesserung der Verhältnisse beizutragen.

Eine Komplettlösung für das ganze Krankenhaus ist im Moment finanziell und logistisch allerdings nicht zu verwirklichen. Der aktuelle Plan sieht deshalb vor, schrittweise Anlagen zu installieren. In der ersten Etappe soll die Geburtsklinik mit einer Solaranlage inklusive Batteriespeicher ausgestattet werden.  Diese Anlage mit einer Leistung von 4,2 kWp erzeugt ca. 6.500 kWh elektrischen Strom pro Jahr. Die veranschlagten Kosten hierfür betragen 10.000 €. Wir freuen uns sehr, dass die Arbeitsgruppe Kamerun unserer Gemeinde jetzt 8.000 € an die Tertiärschwestern überweisen konnte, der restliche Anteil von 2.000,00 € wird von den Schwestern vor Ort selbst getragen. Ermöglicht wurde uns die Zahlung neben einigen Aktionen der Arbeitsgruppe einerseits durch viele Spenden unserer Pfarreimitglieder und außerdem durch die Großzügigkeit der Hilfsaktion Dritte Welt. Die Mitglieder der Hilfsaktion, die über viele Jahrzehnte in der Pfarrei St. Laurentius erfolgreich gewirkt haben, mussten aus Alters- und Krankheitsgründen ihre Arbeit einstellen und haben uns ihr gesamtes Guthaben weitergegeben. Dafür bedanken wir uns – wie auch bei allen anderen Spendern - sehr herzlich.

Das Solarprojekt wird uns die nächsten Jahre begleiten. Wir werden Sie über den Verlauf und die Fortschritte auf dem Laufenden halten, Aktionen dazu vorbereiten und Sie sicher auch noch öfter um Ihre Mithilfe bitten. Wer möchte, kann einen Beitrag auf unser Konto mit der IBAN: DE78 5065 0023 0038 0022 83, Kontoinhaber: Pfarrei St. Klara und Franziskus, überweisen.

Beenden möchten wir diesen Bericht mit einem Ausschnitt aus der Mail von Schwestern Gloria, die sie uns als Antwort auf die Ankündigung der Überweisung von 8.000,00 € geschrieben hat:

„Tatsächlich leisten Sie einen unauslöschlichen Beitrag zu unserer Mission. Wir haben Ihnen nur unsere bescheidenen Gebete anzubieten. Möge der gute Herr, der die tiefsten Wünsche jedes Herzens kennt, Sie reichlich segnen und belohnen.“

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